, Camenzind Daniela
Schwingtraining mit Unspunnensieger
Die Küssnachter Schwinger fokussieren sich bereits auf die Saison 2026. Ein erstes Highlight war das Training mit dem Unspunnensieger Daniel Bösch. Nebst dem technischen Training waren die mentale Stärke und der Erfahrungsaustausch ein wichtiger Bestandteil.
Im September genossen die Aktiv Schwinger ihre Trainingspause nach einer intensiven Schwingsaison. Seit dem November hat nun das Wintertraining und somit die Saisonvorbereitung für 2026 begonnen. Dabei wurden sie Anfang Dezember von einem ehemaligen Spitzenschwinger unterstützt. Der Eidgenosse und Unspunnensieger von 2011, Daniel Bösch, leitete in der Schwinghalle Küssnacht eine Trainingseinheit für die Küssnachter Aktiv Schwinger.
Wichtiger Erfahrungswert
Um 20.00 Uhr trafen sich die Athleten in der Schwinghalle in Küssnacht. Begleitet von Musik startete das Training mit Einlaufen im Sägemehl und Bodenübungen. Ein gründliches Einwärmen ist ein wichtiger Aspekt im Training, um Verletzungen vorzubeugen. Bereits nach dem Aufwärmen entlockte Bösch den jungen Athleten die eine oder andere Schweissperle.
Anschliessend widmete sich der Ostschweizer der technischen Arbeit. Bösch nutzte seinen Erfahrungswert aus seiner langjährigen Erfolgskarriere, die ihm 106 Kränze und 23 Kranzfestsiege einbrachte. Zu den Schwüngen Grittelen, Fussstich links, Einbuuren oder dem Kopfgriff brachte er wertvolle Tipps und Tricks von seinen damaligen parade Schwüngen mit.
Griff, Technik und Finessen
Gemeinsam mit dem Küssnachter Technischen Leiter Daniel Zimmermann demonstrierte Bösch jeden Schwung und erklärte dazu detailliert die wichtigsten Handgriffe, Finessen und Techniken. Danach durften die Athleten das gelernte selbst umsetzen und üben. Auch da beobachtete der Gasttrainer die Handgriffe akribisch und perfektionierte sie wenn nötig. Der eine oder andere Küssnachter hatte auch die Gelegenheit mit dem 1.93m grossen Unspunnen Sieger zusammen zugreifen um hautnah die Schwungtechniken zu erfahren. «Ich lernte verschiedene Varianten der Schwünge, zum Beispiel einen Schwung links herum ziehen anstatt rechts», sagte der 20-jährige Sandro Ulrich. Auch der Küssnachter Teilverbandkranzer Patrick Betschart profitierte vom Ostschweizer Eidgenosse. Vor allem die kleinen Finessen wie zum Beispiel eine Fussstellung oder Gewichtsverlagerung nimmt er aus dem Training mit.
Der Kopf ist matchentscheidend
Es ging aber nicht nur um Technik und Manneskraft. Bösch legt auch grossen Wert auf die mentalen Aspekte im Schwingen und konnte auch da aus eigener Erfahrung berichten. Ein prägender Satz von Bösch war: «Der Kopf ist matschentscheidend im Schwingen». Auch Samuel Sidler nahm aus dem Training nicht nur Technisches mit. «Daniel zeigte uns «das Gefühl für’s Schwingen».
Nach zwei intensiven Stunden endete das Training mit gemeinsamen Dehnübungen. Auch das ist ein wichtiger Bestandteil im Schwingtraining.
Freundschaftlicher Austausch
Nicht nur die aktiven Athleten, auch die technischen Leiter Ralph Lüthy und Daniel Zimmermann profitierten vom Gasttrainer. Ralph Lüthy schätzt den Austausch unter den technischen Leiter und hat darum das Angebot von Daniel Bösch für ein Training in Küssnacht gerne angenommen. Zudem kennt man sich in den «Schwingerkreisen» und geniesst diesen freundschaftlichen Kontakt.
Daniel Zimmermann:» Ich schätze diesen verbandsübergreifenden Austausch. Den Erfahrungswert von einem Spitzenschwinger zu nutzen ist für die jungen Athleten sehr wertvoll». Im Allgemeinen pflegen die verschiedenen Schwingklubs eine freundschaftliche Verbindung. So trainiert derzeit auch Janik Emmenegger vom Schwingklub Wiggertal regelmässig in Küssnacht. Er absolviert seine Ausbildung zum Landwirt in Udligenswil und nutzt in dieser Zeit die örtliche Nähe für zusätzliche Trainingseinheiten.
Saisonabschluss 2025
Während im Training der Fokus bereits auf der Saison 2026 liegt, richtet der Schwingklub Küssnacht am kommenden Samstag noch einmal den Blick zurück. Im Monséjour findet die Generalversammlung 2025 statt und somit der offizielle Abschluss des Schwingjahres 2025.