Zuger Kantonales Schwingfest in Baar 


Erster Kranzgewinn für Marcel Arnold 


Am letzten Sonntag startete in der Innerschweiz der Reigen der Kranzfeste mit dem Zuger Kantonalen Schwingfest in Baar. 3500 Zuschauer verfolgten bei schönstem Frühlingswetter das Geschehen auf den 5 Sägemehlringen in der schönen Arena. Im Schlussgang standen sich der Zuger Marcel Bieri und der Schwyzer Christian Schuler gegenüber. Nach knapp vier Minuten konnte Bieri  seinen Gegner mit Kreuzgriff bezwingen und ermöglichte den Zugern nach 14jähriger Durststrecke endlich wieder einmal einen Sieg am eigenen Kantonalschwingfest. 

Die Küssnachter Schwinger waren mit 5 Athleten im Einsatz und versuchten natürlich ebenfalls bei der Kranzverteilung ein Wörtchen mitzureden. Nebst dem Kranzer Daniel Zimmermann aus Weggis waren auch die Nichtkranzer Marcel Arnold, Christian Forster, Michael Stutzer und Armin Zimmermann am Start und versuchten sich im starken Teilnehmerfeld zu behaupten. Michael Stutzer und Armin Zimmermann kämpften etwas unglücklich und mussten bereits nach vier Gängen unter die Dusche. Christian Forster und Daniel Zimmermann erreichten zwar den Ausstich, konnten aber nicht um die begehrten Kränze mitschwingen.  

Neukranzer Marcel Arnold vom Schwingklub Küssnacht 

Nach seinem 2. Rang am Abendschwinget in Küssnacht vor einer Woche war man natürlich gespannt wie Marcel Arnold in sein erstes Kranzfest der Saison 2017 startet. Schon lange gehört er zu den besten Nichtkranzern der Innerschweiz und ein Kranzgewinn wäre der verdiente Lohn für den in Schwyz wohnenden Rischbergler vom Schwingklub Küssnacht. Mit einem Sieg und der Maximalnote 10.00 startete er wunschgemäss in den Tag. Schon im zweiten Gang bekam er es dann mit einem Kranzschwinger zu tun. Nach überlegener Schwingweise musste er sich schliesslich mit einem Gestellten begnügen. Seinen dritten Kampf gewann er wiederum mit der Maximalnote. Mit dem Kranzschwinger Werner Suppiger wartete im vierten Gang ein ganz harter Brocken auf Marcel. Trotz guter Gegenwehr musste er sich schliesslich das Sägemehl vom Rücken abwischen lassen. Im fünften Gang wurde ihm ein weiterer Kranzer zugeteilt. Auch diesen Gegner dominierte er über die ganze Kampfdauer, musste sich aber wiederum mit einem Gestellten zufrieden geben. Um die Möglichkeit für einen eventuellen Kranzgewinn zu wahren, musste im letzten und entscheidenden Gang also nicht nur ein Sieg sondern eine weitere Maximalnote erreicht werden. Entschlossen und fokussiert auf sein Tagesziel löste Arnold diese Aufgabe souverän und bodigte seinen Gegner gleich im ersten Zug mit einem entschlossenen Übersprung platt. Überglücklich und stolz durfte Marcel Arnold somit zum ersten Mal vor die Ehrendame treten und sich den verdienten Kranz aufsetzten lassen. 

Dieses Ereignis wurde natürlich noch gefeiert und auch die obligate „Kranztaufe“, durchgeführt von seinen Klubkameraden, durfte selbstverständlich nicht fehlen.


Ein angriffiger Marcel Arnold gehört jetzt auch zu den „Bösen“ im Sägemehlring.